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Editorial

Das Leben in den Klein- und Mittelstädten liegt laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung im Trend. Doch wie sieht das Leben in Kleinstädten aus? Sind sie so homogen, überschaubar und statisch, wie sie oftmals dargestellt werden? Beim TRAFO-Ideenkongress in Halle befassen wir uns in einem Themenraum, den wir gemeinsam mit dem Thünen-Institut für Ländliche Räume entwickelt haben, mit den „Kleinen Städten“. Denn will man verstehen, wie die Situation ländlicher Regionen aussieht, muss man sich auch den Struktur- und Kulturwandel der kleinen Städte anschauen. Sie übernehmen für die umliegenden Regionen wichtige Funktionen.
 
In unserer dritten Infomail haben wir den Komparatisten Professor Dr. Werner Nell von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gefragt, was wir aus der Literatur des 19. Jahrhunderts über das heutige Leben in kleinen Städten erfahren können. Und Dr. Felix Rösel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am ifo Institut Dresden, gibt darüber Auskunft, ob Gebietsreformen wirklich das kostensparende Allheilmittel sind oder eher räumliche Ungleichheiten verstärken. Professor Dr. Nell und Dr. Rösler werden in Halle einen Vortrag halten. Im Anschluss daran können Sie mit ihnen vor Ort diskutieren.
 
Auch in dieser Infomail widmen wir uns den künstlerischen Perspektiven, die beim Kongress zu sehen und zu hören sein werden. Wir haben mit Antje Schiffers über ihren Fundus gesprochen, der beim Kongress erkundet werden kann.
 
Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und freuen uns auf Sie beim Ideenkongress in Halle!
 

Themenraum „Kleine Städte“

Kleine Städte


Kleine Städte gelten weithin als homogen, überschaubar und statisch. Bücher, Filme und Medien greifen diese Eindrücke gern auf. So präsentieren sich Kleinstädte über ihr Stadtmarketing bevorzugt als beschauliche Wohnorte für Familien oder als lebenswerte urbane Alterswohnsitze für die „Best Ager“. Mehr

Vom „Furchenglück“ und den großen Fragen der Zeit

Drei Fragen an Prof. Dr. Werner Nell


Die Kleinstadt als Bühne großer Literatur. Was können wir aus der Literatur des 19. Jahrhunderts und aus aktuellen Büchern über das Leben auf dem Land erfahren? Prof. Dr. Werner Nell von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg über Grenzen und große Träume, Zumutungen und das kleine große Glück. → Mehr

„Das rüttelt an der Demokratie“

Drei Fragen an Dr. Felix Rösel

 
In den vergangenen Jahren waren Kreisreformen ein Dauerthema bei allen Parteien in fast allen Bundesländern, nicht zuletzt in Ostdeutschland. Es sollten damit effiziente und dadurch kostengünstigere Verwaltungsstrukturen geschaffen werden. Wurde das Ziel erreicht? Dr. Felix Rösel vom ifo-Institut in Dresden berichtet, ob die Versprechen tatsächlich gehalten haben. Das Ergebnis ist so ernüchternd wie die Folgen der Reformen beunruhigend.  → Mehr

Künstlerische Perspektiven

Sprechende Dinge

Drei Fragen an Antje Schiffers
 

Die Künstlerin Antje Schiffers beschäftigt sich seit 20 Jahren mit dem ländlichen Raum und den Bildern, die wir uns von ihm machen. TRAFO hat Antje Schiffers eingeladen, dem Ideenkongress eine künstlerische Form zu geben. Sie bereiste in den vergangenen Monaten die vier TRAFO-Modellregionen und traf dort Vertreter von Kultureinrichtungen, aus der Politik, von Unternehmen, aus der Landwirtschaft. Aus diesen Begegnungen legt sie einen Fundus aus Objekten an, den sie beim Ideenkongress präsentiert. → Mehr