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Newsletter femdat.ch – August 2021


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EDITORIAL

  
  
Die Kraft der Gemeinsamkeit setzt Energie frei!

Nichts ist eindrücklicher als die Energie zu spüren, die durch Gemeinsamkeit und Verbundenheit entsteht. Den 1. August 2021 konnte ich mit 600 Frauen auf dem Rütli verbringen. Natürlich ist das Gefühl, an einem historischen Ort zu stehen, eine gute Grundlage für eine spezielle Stimmung. Doch was diese 1. Augustfeier so speziell machte, war die Verbundenheit über Generationen, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Positionierungen hinweg. Das gemeinsame Ziel, nicht nur die Pionierinnen der Gleichstellung zu ehren, sondern der kommenden Generation zu zeigen, dass das Ziel zwar näher, aber noch nicht erreicht ist, hat alle vereint. Das bedeutet noch lange nicht, dass persönliche unterschiedliche
Ansichten nicht mehr thematisiert werden, sondern der Fokus wurde an diesem Tag auf den gemeinsamen Nenner gelegt: «Gelebte Gleichstellung von Mann und Frau».
Ich erlebte Diskussionen auf einer Grundlage der Gemeinsamkeit, die trotz Gegensätzen eine positive Energie mit dem Ziel des «lösungsorientierten Handelns» hatten.
Diesen Fokus sollten wir vermehrt in unserem Alltag einbringen. Zuerst eine Grundlage dessen schaffen, was uns verbindet. Wenn wir das zuerst erkennen und auch als Basis sehen, können wir, wenn Gespräche stocken, immer wieder darauf zurückkommen und aufgrund der Gemeinsamkeit weiterdiskutieren. 
Ich wünsche Ihnen ein Netz aus vielen Menschen mit denen sie diese Grundlage schaffen können.

Ihre Petra Rohner
Geschäftsführerin
femdat.ch - das Frauenkarriereportal

WISSENSWERTES

Los mir zue - Initiative Frauenstimmen



2021 markiert das 50-jährige Jubiläum der Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz. Aber bedeutet das Recht für Frauen abzustimmen auch, dass Frauenstimmen gehört werden?
Die Initiative Frauenstimmen möchte von Menschen in der ganzen Schweiz hören, was es für Frauen bedeutet, eine Stimme zu haben.
Wie kann man sich beteiligen?
Nimm ein kurzes Video auf und beginne Deine Nachricht mit den Worten «Eine Stimme zu haben bedeutet…». Poste Dein Video auf Instagram oder Facebook, tagge uns (@womensvoices.ch), und verwende die Hashtags #losmirzue und/oder #ecoutemoi in der Bildunterschrift.

Mehr Infos:
womensvoices.ch

«Wer entscheidet denn über das Geld? Die Männer»



9:3 Medaillen für die Frauen – die Schweizerinnen überflügeln in Tokio die Männer geradezu. Ein Erfolg und gutes Zeichen? Nicht zwingend, sagt eine, die es wissen muss. Maja Neuenschwander ist bei Swiss Olympic für das Förderprojekt «Frau und Spitzensport» verantwortlich. Mit der Kampagne «fastHER, smartHER, strongHER» will Swiss Olympic die Voraussetzungen für Frauen im Spitzensport verbessern. Sie läuft nun seit knapp zwei Jahren.

Ein Argument, das immer wieder fällt, wenn es um Frauenspitzensport geht: Die Wettkämpfe seien wegen der geringeren Leistungsdichte schlicht weniger prickelnd. Also würden Fernsehen, Zuschauer oder Sponsoren die attraktivere Variante wählen: den entsprechenden Männersport.

Ich kenne das Argument. Allenfalls braucht es darum ein neues Marketingverständnis, was Frauensport betrifft: also Firmen, die sich das Werben mit Männersport gar nicht erst leisten können, aber dafür eine Plattform im Frauensport vorfinden – und mit dem Sport wachsen und bekannter werden können. Denn es soll mir keiner sagen, im Frauensport existierten keine guten Geschichten!

Zum kostenpflichtigen Artikel:
tagesanzeiger.ch

Anne-Klein-Frauenpreis - Anwärterinnen gesucht



Anne Klein hat als kämpferische Juristin und offen lesbisch lebende Politikerin feministische Pionierarbeit geleistet. Sie war die erste feministische Frauensenatorin in Berlin. Zu Ehren Anne Kleins vergibt die Heinrich-Böll-Stiftung den Anne-Klein-Frauenpreis.
Mit dem Preis fördern wir jährlich Frauen, die sich durch herausragendes Engagement für die Verwirklichung von Geschlechterdemokratie auszeichnen. Der Preis ist mit 10.000 € dotiert.
Kandidatinnen für den Anne-Klein-Frauenpreis der Heinrich-Böll-Stiftung sollen politisch engagiert und zivilgesellschaftlich vernetzt sein sowie als Vorbilder andere Frauen und Mädchen zu geschlechterdemokratischem Handeln ermutigen. Sie sollen sich durch herausragende Aktivitäten und Engagement nachweislich für Frauen und Mädchen ausgezeichnet haben,
Vorschlagsberechtigt sind Personen und Initiativen. Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Aus den Vorschlägen wählt die fünfköpfige Jury die Preisträgerin aus.
Wir möchten Sie hiermit herzlich einladen, in Anne Kleins Sinne würdige Kandidatinnen zu benennen und freuen uns auf Ihre Vorschläge.

Mehr Infos:
boell.de

Hommage 2021: Panorama-Projektion auf dem Bundesplatz



Das mehrsprachig angelegte Projekt Hommage 2021 holt mit bewegten Dokumenten, Bildern und Musik die immensen Leistungen der Schweizerinnen und ihre ganz eigenständige Geschichte ins Licht. Es zeigt die Anfänge der Frauenbewegung, die intensiven internationalen Kontakte, die beeindruckenden Leistungen und stets neuen Strategien unserer Mütter und Grossmütter auf dem Weg zu ihren politischen Rechten quer durch hundert Jahre.
Nachdem die Panorama-Projektion im Februar aufgrund der Pandemie verschoben werden musste, stehen nun die neuen Aufführungsdaten fest: Vom 6. August bis am 13. August 2021 bringt Hommage 2021 die Schweizer Frauengeschichte auf die Fassaden des Bundeshauses, der Nationalbank und der Bernischen Kantonalbank. Sie zelebriert zum 50-Jahr-Jubiläum des Frauenstimm- und Wahlrechts das Engagement von Schweizer Frauen, die sich in den unterschiedlichsten Bereichen, im Grossen wie im Kleinen für Chancengleichheit stark gemacht haben..

Mehr Infos:
hommage2021.ch

SWONET ON STAGE - die neue News- und Scoutplattform




Die ON STAGE News-Plattform mit Artikel über Frauen und von Frauen wird die Wahrnehmung von Frauen in den Medien stärken. Nicht nur der Anteil der Artikel über Frauen muss erhöht werden, sondern auch der Anteil an Artikeln von Frauen.

SWONET ON STAGE bündelt bestehende Artikel und Beiträge und bietet in Zukunft Jungjournalistinnen eine Plattform für die Veröffentlichung eigener Artikel.

Die ON STAGE Scout-Plattform für die Suche nach Expertinnen bietet einen Überblick zu den Schweizer Expertinnen-Datenbanken inklusive femdat.ch. 
Die Rubrik Zahlen und Fakten ermöglicht die Recherche nach Studien und Analysen.

Mehr Infos:
swonetonstage.ch

Auf den Spuren eines ungewöhnlichen Jahres

Die Akademien der Wisschenschaften veröffentlichen ihren Jahresbericht 2020. Darin zeigen acht Persönlichkeiten aus dem BFI-Bereich, wie sie sich im besonderen Jahr 2020 an vorderster Front im Spital, als Mentorin, Preisträger, Mitarbeiterin oder Mitglied einer ExpertInnengruppe engagiert haben.
 
Gerade auch in diesen schwierigen Zeiten sind dank dem Zusammenspiel von Milizpersonen und Mitarbeitenden aus Spuren neue Wege entstanden. In unserem Jahresbericht erhalten Sie Einblick in innovative Projekte, mit denen wir uns für Wissenschaft, Gesellschaft und Politik engagieren. 2020 bleiben wir nicht auf dem Papier - die Spuren gehen über den Bericht hinaus: Richten Sie Ihre Handykamera auf die QR-Codes Ihres Exemplars und Sie werden weitergeleitet auf Videos, Webtexte oder Social Media..

Mehr Infos:
akademien-schweiz.ch

Frauen auf dem Gipfel



Alle 48 Viertausender in reinen Frauenseilschaften bis Oktober 2021 besteigen: So das Ziel der «100 % Women Peak Challenge» von Schweiz Tourismus. Über 250 Frauen aus dem In- und Ausland haben sich bisher dieser Challenge gestellt. Darunter Frauen, die zuvor noch nie einen Viertausender bestiegen haben, aber auch gestandene Bergsteigerinnen wie Raha Moharrak, die erste saudi-arabische Frau auf dem Mount Everest. 43 der höchsten Gipfel der Schweiz sind bestiegen. Jetzt warten noch die anspruchsvolleren Gipfel auf die Frauenseilschaften. Auch das Matterhorn gehört noch dazu. Wegen der schlechten Bedingungen musste Schlagerstar Beatrice Egli ihre Matterhornbesteigung in letzter Minute absagen. 

Die Peak Challenge ist Teil der Kampagne «100 % Women», die Schweiz Tourismus dieses Jahr am Weltfrauentag initiiert hat – mit Unterstützung des Schweizer Alpen-Clubs SAC, des Schweizer Bergführerverbands und des Outdoor-Ausrüsters Mammut. Dies 150 Jahre nach der Matterhornbesteigung durch die erste Frau, der Britin Lucy Walker. Die Kampagne will Frauen aus dem In- und Ausland ermutigen, Neues auszuprobieren – insbesondere in Outdoor-Bereichen, welche vorwiegend noch als Männerdomänen wahrgenommen werden.

Schlagerstar Beatrice Egli wollte im Rahmen der Challenge das Matterhorn besteigen und sich damit einen Herzenswunsch erfüllen. Wenn das Wetter mitspielt, wird sie im August die Bergikone doch noch besteigen.

Mehr Infos:
peakchallenge.myswitzerland.com

VERANSTALTUNGEN

HERCAREER-EXPO - Die Leitmesse für die weibliche Karriereplanung



Die herCAREER-Expo unterstützt Frauen in ihrem beruflichen Umfeld. Die Messe steht für Gender Equality:  Ob beim Job-Ein- oder -Aufstieg oder bei der Gründung – auf der herCAREER geht es um die relevanten Themen, die Frauen wirklich weiterbringen und ihnen Chancengleichheit ermöglichen. Die Messe hebt sich von anderen Veranstaltungsformaten bewusst ab und bricht Hierarchien auf: mit zahlreichen Möglichkeiten eines direkten Erfahrungsaustauschs mit Expert:innen und Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Politik und Medien. Ganz egal, ob Berufseinsteiger:in, Führungskraft oder Gründer:in – der Austausch findet stets auf Augenhöhe statt.

Besucher:innen können sowohl das Wissen der herCAREER – Community anzapfen, als auch von dem Know-how erfahrener Role Models und Insider:innen profitieren. Bauen Sie in lockerer Atmosphäre Ihr berufliches Netzwerk strategisch und gezielt aus.

Wann: 16.-17. September 2021

Wo: Lilienthalallee 40, München

Mehr Infos: 
her-career.com

Tagung: «50 Jahre Frauenstimm- und Wahlrecht»

Das Bundesamt für Justiz und die Universität Bern führen zusammen mit dem Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann und der Bundeskanzlei eine wissenschaftliche Tagung zum Thema «50 Jahre Frauenstimm- und Wahlrecht» durch.
Aufgrund der epidemiologischen Lage wurde die Tagung vom 5. Februar 2021 auf den 7. September 2021 verschoben und findet in der Aula der Universität Bern statt. Die Veranstaltung wird zweisprachig (Deutsch und Französisch, mit Simultanübersetzung) durchgeführt. Sie können sich bereits jetzt für die Tagung mit Ihren Personendaten (Name, Adresse, Tel., Funktion) anmelden. Aufgrund der Covid-19-Situation ist die Teilnehmerzahl auf 150 Personen beschränkt.
Die Anmeldung erfolgt in der Reihenfolge ihres Eingangs.

Wann: 7. September 2021

Wo: Aula der Universität Bern

Mehr Infos: 
ch2021.ch

Reminder: «Marketing Tag 21 - Premiere-Event im neuen Kongresshaus Zürich»



Profitieren Sie jetzt vom SWONET Spezialticket!

Raus aus dem Internet, zurück ins Leben. Am Marketing Tag setzen wir auf das bewährte Face-to-Face, Meet-and-greet in diversen Formaten und endlich wieder mit Handshake.  Darauf freuen sich doch alle: zusammenstehen, plaudern, philosophieren, lachen, fachsimpeln und geniessen.

Wie Sie zu mehr Zeit, mehr Kund*innen und mehr Erfolg kommen, erfahren Sie am 19. August. Über 30 Speaker*innen teilen ihre Erfahrungen und geben Tipps aus der Praxis. Hören Sie auf zu rennen und fangen Sie an zu fokussieren.

SWONET Spezialticket – jetzt profitieren!

Wann: 19. August 2021

Wo: Kongresshaus Zürich

Mehr Infos: 
swonet.ch

CALL FOR PAPERS

6. Schweizerische Geschichtstage - Panels mit Gender Fokus

Forscherinnen und Forscher haben die Möglichkeit, sich mit Titel und einem Abstract (max. 1’500 Zeichen) um die Aufnahme in ein Panel zu bewerben. Dies geschieht per Mail an die jeweiligen Panelverantwortlichen, denen auch der Entscheid über die Aufnahme des Referats ins Panel obliegt.

Panels mit Gender orientierten Themen:

- Die «natürliche» Liebe. Elitevorstellungen und lokale Praktiken (1700-1850)
- Gezähmte Natur? Tiere und Geschlecht vom 17. bis 19. Jahrhundert
- Médecine, nature et genre
- Men in Nature and the Nature of Men: Forging Masculinities Outdoors in the Age of Empire, c. 1870-1970 
- The ‘natural order’ on trial: Negotiating gender, race and empire in Switzerland’s colonial entanglements

Deadline: 31. August 2021

Weitere Informationen
www.geschichtstage.ch/

WEITERBILDUNG

Future Work Camp

Ein 4-Monate-Programm für alle, die Selbstführung, selbstorganisiertes Lernen, Zusammenarbeiten und Vernetzung erleben, trainieren und verinnerlichen wollen.
In der Arbeitswelt der Zukunft ist hohe Selbstführung, lebenslanges Lernen und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Vernetzung gefordert. Wir sind konfrontiert mit neuen Tools, benötigen entsprechende Skills und kommen nicht um ein Hinterfragen des Mindset herum. Das Future Work Camp unterstützt dich darin, diese vier Schlüsselkompetenzen zu vertiefen, dabei ganz konkret ins Handeln zu kommen und deine eigene Entwicklung selbstverantwortlich und selbstgesteuert voranzutreiben.
Das Future Work Camp begleitet dich während 14 Wochen auf dem Weg, eine reale, persönliche Herausforderung anzupacken, kollaborativ Schlüsselthemen zu vertiefen und dich nachhaltig fit zu machen für Arbeit und Lernen der Zukunft.

Wann:
11. Januar bis 6. Mai 2022

Mehr Informationen und Anmeldung:
futurework.camp

PUBLIKATIONEN

«Stil ist keine Frage des Alters»
 

Iris Apfel ist eine der grossen Stil-Ikonen unserer Zeit und gilt in der Welt der Mode, des Designs und der Inneneinrichtung als lebende Legende. Am 29. August 2021 wird sie 100 Jahre alt. Sie selbst bezeichnet sich mit dem ihr eigenen Humor als »ältesten lebenden Teenager der Welt«. Allein schon ihre ebenso klugen wie humorvollen Essays zu Themen wie Mode, Design, Arbeit, Familie, Freundschaft, Alter, Geld und Liebe lohnen die Lektüre dieses aussergewöhnlichen Buches. Dazu ist es auf jeder Seite hoch unterhaltsam, voller gedanklicher und visueller Anregungen und wundervoll gestaltet. Mit exklusiven Bildern und Anekdoten aus der Modewelt und den offenherzigen Schilderungen ihres Lebens ist dieses Buch, wie Iris Apfel selbst, ein Gesamt-Kunstwerk.

Autorinin: Iris Apfel
Buch bestellen:
www.orellfuessli.ch
«Liebslingsmensch»
 

Wachgerüttelt durch die Diagnose Brustkrebs, beschloss die Autorin, das Drama links liegen zu lassen, und stattdessen die Antworten auf die Krise bei ihr selbst zu suchen. Sie besuchte die erschütterndsten Stationen ihrer Vergangenheit nochmal und deckte dabei einige unbequemen Wahrheiten über ihr selbstverleugnendes Verhalten auf. Sie erkannte, wie ihr Mangel an Selbstliebe die Führung übernommen hatte, und beschliesst, ihren Fokus im Leben grundlegend zu ändern – hin zu ihr selbst.

Autorin: Barbara Vettorel

Buch bestellen:
barbaravettorel.com

SCHLUSSWORT


 

«Wir sprechen dann im Urlaub»

Es ist soweit. Die grossen Sommerferien sind in vollem Gange. Es wird geplant, gepackt, gefahren - und gestanden. Ja, im STAU. Wir stehen und stehen, sind ungeduldig und fluchen, denn wir warten ja darauf, unser vollgestopftes Auto endlich wieder auszuräumen, um die ganze Baggage wieder einzuräumen, in ein fremdes Haus, das dann vielleicht nicht unseren hohen Erwartungen entspricht, wo wir dann aber eine oder zwei Wochen im strömenden Regen der erhofften Sonne nachtrauern.

Da stehen wir also und warten, bis sich die Blechlawine bewegt. Und weil wir die Nummernschilder aller Autos in unserem Blickfeld schon auswendig vor- und rückwärts runterbeten können, fangen wir an zu kommunizieren. Wir haben ja jetzt Zeit.

Wir sprechen also mit unseren Partnern, die wir die letzten Tage, Wochen ja vielleicht sogar Monate nicht mehr ungestört zu Gesicht bekommen haben. Weil Arbeit, Kinder und Alltagssörgelchen die gemeinsame Zeit aufgefressen haben und wir schon länger kein längeres Gespräch mehr führen konnten.

«Wie geht es dir eigentlich so?» «Bist du noch zufrieden in deinem Job?» «Was haben wir für weitere, neue Ziele in unserem gemeinsamen Leben?» «Machen wir noch ein weiteres Kind oder planen wir eine lange, gemeinsame Reise?» «Ziehen wir endlich in eine neue Wohnung? » «Ich will doch jetzt nur mal ein bisschen verschnaufen, runterfahren, Pause machen. Mich nicht grad hier und jetzt mit weiteren Projekten und Lebensfragen auseinandersetzen!»
Wir werden unruhig. Und wann kommt eigentlich die nächste Möglichkeit, auf die Toilette zu gehen? Jetzt fängt es tatsächlich an zu regnen.
«Meinst du wirklich, dass es die ganze Woche in den Ferien regnet? Was tun wir dann die ganze Zeit?» «Hast du eigentlich xy eingepackt?» «Nein warum, hast du etwa nicht daran gedacht?» «Nein, dafür hatte ich echt keine Zeit!»
Der Druck steigt, die Stimmung sinkt. Und nach ein paar weiteren ungeduldigen Bemerkungen und gereizten Reaktionen wird irgendwann geschmollt und geschwiegen. Aber was ist mit den unbeantworteten Fragen? Wo bleiben die Antworten?
 
Vielleicht ist es mit dem Alltag wie mit der grossen Fahrt in die Ferien: planen Sie genügend Pinkelpausen ein. Damit der Druck gar nicht erst so sehr steigt, dass es im schlechtesten Fall noch vor dem Ziel zu einer Explosion kommt. Möglicherweise hat es bis jetzt am Schluss noch immer gereicht. Aber entspannter kommen Sie an, wenn Sie sich auch auf der täglichen Lebensautobahn immer wieder mal rausfahren und eine Pause einschalten. Sich die Beine vertreten. Einen Kaffee trinken. Ein Gespräch mit Ihrem Partner führen. «Wie geht’s dir eigentlich so?».
 
Dann ist das Auto auf dem Weg in die Ferien nicht überladen mit ungeklärten Themen und aufgestauten Erwartungen an seine Begleiter und sich selbst. Die wichtigsten Fragen sind schon geklärt. Und wir können uns die Vorfreude teilen und uns in inniger Einigkeit einfach über den verfluchten Verkehr ärgern… ;)

Herzlich, 
Stephanie Oehen
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