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Äthiopien

Äthiopien  (ኢትዮጵያ) ist der bevölkerungsreichste Binnenstaat der Welt und liegt im Nordosten Afrikas. Zur Zeit des Kaiserreichs Abessinien war das Land auch als Abessinien  bekannt. Das Land grenzt an Eritrea, den Sudan, den Südsudan, Kenia, Somalia und Dschibuti.   Ein großes Entwicklungshindernis ist trotz großer Anstrengungen das sehr hohe Bevölkerungswachstum  in einem traditionell ländlich geprägten Umfeld, in dem es oft an elementarer Infrastruktur mangelt. Die Hauptstadt Addis Abeba zählt hingegen zu den größten Metropolen Afrikas. (Quelle: Wikipedia)
Während meiner letztjährigen 1.000 km langen Pilgerreise auf dem Camino de Santiago im Norden Spaniens habe ich die für mich fünf wichtigsten Länder der näheren Zukunft bestimmt. Ich habe außer für Europa jeweils ein stellvertretendes Land gewählt. Äthiopien representierte dabei Afrika und so besuchte ich dieses spannende Land während der dortigen wichtigsten Feiertage, dem orthodoxen Neujahrs- & Weihnachtsfest.
 

Äthiopien ist wie nirgendswo sonst auf dem Planeten
 

Es war eine durchaus schwere, mit Schmerzen und Qualen verbundene Geburt, die eine tiefe Leidenschaft hervorbrachte. Für eine Nation voller Stolz, so schwarz wie das Ursprungsland der gerösteten Bohne und einige Teile der Menschheit nur sein kann. Äthiopien ist anders, arm & glücklich, rau & freundlich sowie staubig & farbenfroh. Es wurde von Mutter Natur reich beschenkt und hat sich seiner ursprünglichen Kultur bewahrt. Das tief orthodoxe Binnenland ist im Kalender siebeneinhalb Jahre und stets acht Tage im Kalendarium zurück und selbst die Uhren stellen sich jeweils um sechs Uhr auf null. Das Jahr zählt hier 13 Monate, vollgepackt mit traditionellen Festen, dem täglichen Leben und viel, viel Sonnenschein. Im hochgelegene Norden findet man auf stets über 2.000 Metern Höhe Spuren der Geschichte, Kriege, Hochkulturen. Äthiopien ist das einzige niemals kolonialisierte und neben dem winzigen Lesotho das höchstgelegene Land Afrikas. Beherbergt dennoch den tiefsten Punkt des Kontinents, der von einer anderen Welt zu sein scheint. Neben all dem sind es aber vor allem die Bewohner mit ihren neugierigen Blicken und freundlichem Lächeln die dieses Land am Horn Afrikas so eindrucksvoll machen. Über 90 Millionen von ihnen sind nur an deinem Wohl interessiert und freuen sich über die Anwesenheit von “Farangis” mit ehrlichen Emotionen und brüderlichen Gesprächen. Willkommen ist hier mehr als eine Geste, es ist der wahrhaftige Ausdruck der Freude und Ebenbürtigkeit.
Die frenetische Energie der fiebrigen Hauptstadt Addis Ababa erfährt man am besten auf den tobenden Märkten der Stadt die zu den größten der Welt gehören.
Man rollt ganz angenehm dahin, auf den meist gut asphaltierten Hauptstraßen, die das Land auf einer Fläche dreimal so groß wie die Bundesrepublik durchziehen. Die öffentlichen Busse sind bis unter die Dächer mit Passagieren und Gepäck zugestopft, sodass es immer wieder (pannenbedingte) Pausen geben darf.
Der Vulkan Erta Ale ist einer der wenigen Orte auf diesem Planeten an dem man einem aktiven Vulkan und seinem brodelnden Lavasee so nahe kommen kann. Nur drei Meter von der Kraterwand entfernt zu stehen, das Blubbern und Zischen zu hören sowie die mächtige Hitze und Energie der Erdkruste zu spüren war ein atemberaubendes Erlebnis.
Die meisten Städte (sofern man diese überhaupt so nennen kann) sind in einem miserablen Zustand. Die Hauptstraße ist meist noch asphaltiert, der Rest gleicht nur noch einer holprigen Schotterpiste.
Die Menschen hier sind anders. Nicht immer offen, teilweise sogar richtig verschlossen. Es ist ein andauerndes auf und ab zwischen überschwenglicher Freude und unvorhersehbarer Aggression. Aber das Lächeln der Kinder ist den Aufwand allemal wert nicht aufzugeben und immer wieder näher zu kommen.
Salz ist noch ein großes Geschäft in Äthiopien. Dieses wird von den zähen Männern der Afar Region im Nordosten des Landes per Hand vom Boden des ausgetrockneten Salzsees abgebaut und in transportable Stücke geschnitten um dann auf den Rücken von tausenden Kamelen in langen Karawanen abtransportiert zu werden.
Die Ausmaße des Salzsees sind enorm. Bis zum Horizont kann man ringsherum nichts anderes sehen als eine weiße, flache und sehr harte Kruste aus Salz, die nur ab und zu von einigen Kamelkarawanen unterbrochen wird.
Der tiefste Punkt auf dem afrikanischen Kontinent liegt in der Denakil Wüste. Im dortigen 'Dalol' bilden mineralische Quellen und Schwefelablagerungen ein unvergleichliches Schaubild natürlicher Schaffenskunst. Ein absoluter Höhepunkt, nicht nur von dieser Reise.
Die legendären, aus Fels geschlagenen Kirchen von Lalibela sind nicht nur als Welterbe gelistet, sondern rangieren auch unter den 'Acht Weltwundern'. Natürlich sind sie eindrucksvoll, aber wenn man andere Wunder wie Petra in Jordanien, den Taj Mahal in Indien oder Angkor Wat in Kambodscha gesehen hat, dann können diese Kirchen eventuell nicht mehr so sehr begeistern wie es die äthiopische Tourismusbehörde mit der vielen Werbung anzupreisen versucht. Jedoch war der Besuch auf jeden Fall unvergesslich und ein tolles Erlebnis in den begehbaren, hohlen Felskirchen zu stehen.
An Timkat wird der Taufe Jesu gedacht. Hunderte von Menschen folgen in etlichen Prozessionen den herrlich geschmückten und verzierten Priestern durch die gesamte Stadt, was ein spannendes und farbenfrohes Event darstellt und nur der Auftakt für die dreitägige Festivität ist, die im gesamten Land gefeiert wird.
Jede Mahlzeit wird auf und mit Injera gegessen, einem dicken und riesigen Pfannkuchen aus fermentiertem Teffmehl um das man keinesfalls herumkommt.
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