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Liebe Leserinnen und Leser,
eine Mutter missbraucht jahrelang ihren kleinen Sohn sexuell, benutzt ihn zur Herstellung von Missbrauchsdarstellungen und bietet das Kind im Darknet anderen Sexualstraftätern aus ganz Europa an. Ihr Lebensgefährte, ein Mittäter, ist einschlägig vorbestraft, doch es fällt niemandem auf, dass er bei der Familie lebt und auch den Jungen sexuell ausbeutet. Neben der Skrupellosigkeit der Mutter ist das eigentliche Skandalöse am Fall Staufen laut Süddeutsche Zeitung, wie tragisch das Hilfesystem versagt hat, das für den Schutz des Kindes hätte Sorge tragen sollen. Niemand der beteiligten Fachkräfte hat das hinter dem sexuellen Missbrauch verborgene ausbeuterische System erkannt. Dass Kinder auch in Deutschland und nicht nur in weit entfernten Ländern ausgebeutet, ihre sexuelle Misshandlung gefilmt und im Internet verbreitet wird, können oder wollen sich viele Akteure bei Justiz, Polizei und im Kinderschutzsystem nicht vorstellen.  Doch die aktuellsten Zahlen des Bundeskriminalamtes im Bundeslagebild zu Menschenhandel und Ausbeutung belegen wieder: 171 Kinder und Jugendliche wurden im Jahr 2017 Opfer von sexueller Ausbeutung und Menschenhandel, u.a. zur erzwungenen Betteltätigkeit.
Wir können Kinder und Jugendliche nur dann schützen, wenn wir sie als Betroffene identifizieren und ihre Zwangslage erkennen. Fortbildungen für die Kinder- und Jugendhilfe, Sonderentscheider_innen des BAMF, für Staatsanwaltschaften und Gerichte und für die Opferanwält_innen als Rechtsvertretung der betroffenen Minderjährigen sind daher unerlässlich. Wir bieten ab sofort wieder neue Termine für einstündige Webinare mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten rund um Kinderhandel an. Melden Sie sich am besten heute noch an.
Mechtild Maurer, Geschäftsführung ECPAT Deutschland e.V.
 
Neues ECPAT-Video und Flyer zur Meldeplattform - Pressegespräch mit der Süddeutschen Zeitung
Wie können Reisende und Tourist_innen Kinder auch im Ausland vor sexueller Ausbeutung schützen? Indem sie Vorfälle oder auch nur einen Verdacht auf der Seite www.nicht-wegsehen.net melden! Wie das genau geht, erklärt das von ECPAT Deutschland, dem Deutschen ReiseVerband (DRV) und der polizeilichen Kriminalprävention im Juli veröffentlichte Video. Passend zum aktuellen Design kann auch der neue Flyer zu Kinderschutz im Tourismus heruntergeladen oder beim DRV bestellt werden.
Zur Bedeutung jeder einzelnen Meldung für den konkreten Schutz von Kindern auf Reisen und im Tourismus hielten Mechtild Maurer, Geschäftsführung von ECPAT, gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt und dem DRV ein Pressegespräch mit der Süddeutschen Zeitung, das am 01. August 2018 veröffentlicht wurde.
Irongirl: Triathletin sammelt Spenden für ECPAT Deutschland
Um Bewusstsein für Kinderschutz auch bei Freiwilligeneinsätzen zu schaffen, nahm die Triathletin Friederike Hertwig für ECPAT Deutschland am 29. Juli am Ironman in Hamburg teil und lief in 10:55 Stunden ins Ziel. Die Spendenaktion erzielte bisher über 3000,- Euro. Herzlichen Dank, Irongirl! Mit Ihrer Spende können Sie unsere Arbeit für Kinderschutz im Tourismus nach wie vor unterstützen.  
ECPAT ausgewählt für internationales GIZ Medien-Training gegen Menschenhandel
Dr. Dorothea Czarnecki, ECPAT-Referentin zu Kinderhandel, wurde als eine der 30 Teilnehmenden aus 25 Ländern von der Global Leadership Academy der GIZ ausgewählt, um am „Innovation und Leadership Lab“ zum Thema Menschenhandel teilzunehmen. Journalist_innen, Aktivist_innen, Mitarbeitende von Regierungen, aus den Wissenschaften, von NGOs und internationalen Organisationen arbeiten ein halbes Jahr lang intensiv zusammen, um durch gebündelte Ressourcen das Thema Handel von Frauen und Kindern stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Das Programm ist mit einer Trainingswoche in Nairobi, Kenia, Ende Juni 2018 gestartet und wird im November 2018 mit der TRUST Konferenz zu Ende gehen. Begleitet werden die Teilnehmenden durch Medien-Trainer_innen der Thompson Reuters Stiftung, um Methoden wie Storytelling oder Social Media Kampagnen zu erlernen. Mehr Informationen gibt es in folgendem Artikel .
Dr. Dorothea Czarnecki, ECPAT Deutschland, und Maxwell Matewere, CEO von Eye of the Child, Malawi
 
ECPAT beim Symposium des Roundtable Human Rights in Tourism
Das Internationale Symposium “Human Rights in Practice: Tourism and the 2030 Agenda for Sustainable Development” fand am 28. Juni 2018 in Wien statt. Neben ECPAT sind zahlreiche Vertreter_innen von Organisationen, NGOs oder touristischen Unternehmen der Einladung des Roundtable Human Rights in Tourism gefolgt, um über die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele im Tourismus zu sprechen. Diskutiert wurde u.a. darüber wie Unternehmen in der Tourismusbranche konkrete Menschenrechtsmaßnahmen und im Zuge dessen Kindesschutzaktivitäten umsetzen sowie die Ziele der SDGs erfüllen können. Im Anschluss an das Symposium haben sich die Mitglieder des Roundtable Human Rights in Tourism zur jährlichen Hauptversammlung (AGM) getroffen.
ECPAT beim 21. Treffen des Lanzarote-Komitees
Dorothea Czarnecki nimmt in ihrer Aufgabe als Vize-Vorsitzende von ECPAT International seit Juni 2018 mit Beobachterstatus an den Sitzungen des Komitees in Straßburg teil, welches über die Umsetzung des Übereinkommens des Europarats zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch (kurz: Lanzarote Konvention) wacht.  Auf dem 21. Treffen des Lanzarote Komitees am 20.-22.06.2018 stellte sie die ECPAT/INTERPOL Studie Towards a Global Indicator on Unidentified Victims in Child Sexual Exploitation Material vor.
Erste internationale Konferenz zu Kinderschutz im Tourismus und auf Reisen und aktueller Fall: Auch ein Deutscher missbraucht Mädchen in Cartagena
Das erste „International Summit on Child Protection“ fand am 06./07. Juni 2018 mit 400 Teilnehmenden aus Regierungen, UNICEF, UNODC, WTTC und ECPAT Mitgliedern in Bogotá, Kolumbien statt. Auch ECPAT Deutschland war anwesend. Als Resultat verabschiedeten die Teilnehmenden einen gemeinsamen Handlungsaufruf, um Kinder in allen Formen des Reisens und des Tourismus vor sexueller Ausbeutung zu schützen. Wie wichtig konkrete und ernstgemeinte Maßnahmen zu Kinderschutz im Tourismus sind, zeigt ein aktueller Fall (Stand: August 2018) in der Küstenstadt Cartagena. Ein Ring aus 18 Personen wurde festgenommen, die kolumbianische und venezolanische Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren an Sexualstraftäter verkauft haben. Unter den internationalen Tätern ist auch ein Deutscher dabei. Das ECPAT-Kolumbien Mitglied „Fundación Renacer“ war bei der Aufdeckung des Ausbeuterrings maßgeblich beteiligt.

Die 7. Weltversammlung des ECPAT-Netzwerkes in Bogotá und neuer Geschäftsführer
Am 05. und 06. Juni 2018 fand in Bogotá, Kolumbien, die 7. Weltversammlung des ECPAT Netzwerkes statt, wie alle vier Jahre. Das Netzwerk ist inzwischen auf 104 Mitglieder in 93 Ländern gewachsen, die alle die Beendigung der sexuellen Ausbeutung von Kindern zum Ziel haben. Seit Juli 2018 hat ECPAT International einen neuen Geschäftsführer, Robbert van den Berg, der die bisherige Leitung, Dorothy Rozga, nach fünf Jahren ablöst.

Sensibilisierungs-Workshops Kinder- und Menschenhandel für Fachkräfte aus dem Bereich Flucht und Asyl in Nürnberg
Am 12., 13., und 14. Juni 2018 fanden multiprofessionelle Sensibilisierungs-Workshops zum Thema: „Kinder- und Menschenhandel für Fachkräfte aus dem Bereich Flucht und Asyl“ in Nürnberg  statt.  Veranstalter war der Arbeitskreis Menschenhandel der Stadt Nürnberg in Kooperation mit dem Bundesprogramm Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge. ECPAT Deutschland beteiligte sich mit Fachexpertise aus der Praxis an den drei Workshoptagen.
ECPAT auf der CBSS-Konferenz zur Identifizierung von Betroffenen von Menschenhandel
Auf der Expert_innen-Konferenz des Ostseerates (CBSS) zu guten Beispielen der Identifizierung minderjähriger Betroffener von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung in Oslo am 29./30. Mai 2018 stellte Dr. Dorothea Czarnecki das vom BMFSFJ und ECPAT Deutschland entwickelte neue Bundeskooperationskonzept „Schutz und Hilfen bei Handel mit und Ausbeutung von Kindern“ vor. Die Teilnehmenden verabschiedeten die Oslo Schlussfolgerungen, die als Arbeitshilfe für Regierungen, Praktiker_innen dienen. Das Expert_innentreffen baute auf den CBSS-Projekt „PROTECT children on the move“ auf, welches neue transnationale Ansätze des Kinderschutzes für Situationen der sexuellen Ausbeutung und des Kinderhandels entwickelt hat.
ECPAT in der Expertengruppe des Ad Hoc Komitees für Kinderreche beim Europarat
Das Ad Hoc Komitee für Kinderreche beim Europarat hielt am 17. und 18. Mai die konstituierende Sitzung seiner neuen Expert_innengruppe zu Gewalt gegen Kinder, bei der Dr. Dorothea Czarnecki als Repräsentantin im Auftrag des deutschen Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) vertreten ist. Bei dieser Gelegenheit sprach Czarnecki auch mit der UN-Sonderbeauftragen des Generalsekretärs zu Gewalt gegen Kinder, Marta Santos Pais, über die Strategie des Europarats zu Kinderrechten und die teils prekäre Situation zu Kinderschutz weltweit.

Jahresmitgliederversammlung des forum anders reisen e. V.
Am 05. Mai 2018 war ECPAT Deutschland durch Josephine Hamann auf der Mitgliederversammlung des forum anders reisen auf Schloss Buchenau vertreten. Während des „Reisemarktes“ konnten sich die Mitgliedsunternehmen des forums anders reisen über Kindesschutz im Tourismus und sexuelle Ausbeutung von Kindern informieren. Ein wichtiges Thema war die Unterzeichnung von The Code, der Verhaltenskodex zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung im Tourismus.

Drei Fragen zu Kinderschutz in Indonesien
ECPAT Deutschland im Gespräch mit Yuliati Umrah, der Geschäftsführerin der Stiftung Arek Lintang, zu Kinderschutz in ihrer Heimat Indonesien. ALIT ist Mitglied des ECPAT Netzwerkes und Gründer der Koalition „Stop Child Abuse“ gegen sexualisierte Gewalt an Kindern. Die Koalition ist inzwischen in zwölf indonesischen Städten mit 36 NGOs, Repräsentanten der katholischen Kirche und Universitäten vertreten. Einer ihrer größten Erfolge war die Durchsetzung des internationalen Welttags gegen Kindesmissbrauch auch in Indonesien, dessen Begehung der indonesische Präsident Joko Widodo auf Druck der Koalition hin ausgerufen hat. Die Arbeit von ALIT wird durch das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, Vorstandsmitglied von ECPAT Deutschland, unterstützt. Hier finden Sie das Interview.
ECPAT und tdh Veröffentlichung zu Menschenhandel mit jungen Geflüchteten in Deutschland
ECPAT und terre des hommes (tdh) veröffentlichten zum Welttag gegen Menschenhandel am 30. Juli ihre Recherche-Ergebnisse über Handel und Ausbeutung von geflüchteten Minderjährigen und jungen Erwachsenen in Deutschland. „Das Geschäft mit der Not“  gibt neben konkreten Falldarstellungen auch Empfehlungen für und Forderungen an die Politik, um die Situation dieser besonders vulnerablen Gruppen zu verbessern.
ECPAT-Video zu Kindesschutz-Policy
Unser neues Video zeigt, welches die vier wichtigsten Bausteine einer Kindesschutz-Policy für Projekte und Institutionen sind, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. So schaffen Sie sichere Orte für Kinder und Mitarbeitende – wir unterstützen Sie gerne dabei.
ECPAT Video zur Kindesschutz-Policy

ECPAT-Artikel in Zeitschrift Voluntaris zu Kinderschutz in Freiwilligendiensten
Dr. Dorothea Czarnecki und die ECPAT-Trainerin Marion Kreissl haben einen Artikel als Dokumentation ihres Seminars „Kinderschutz in internationalen Freiwilligendiensten“ in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Voluntaris, Jahrgang 6 (2018), Heft 1, veröffentlicht.
Voluntourismus-Policy von TheCode
The Code hat zusätzliche Kriterien für Unternehmen festlegt, die Voluntourismus-Angebote mit direktem Kontakt zu Kindern in ihren touristischen Produkten beinhalten. Kurzzeitige Projektarbeit von ungeschulten Freiwilligen in stationären Einrichtungen für Kinder sieht ECPAT als höchst problematisch an. Daher begleitet ECPAT Deutschland e.V. als lokaler Code Vertreter (LCR) Mitgliedsunternehmen des Kinderschutzkodex bei der Umsetzung der Kriterien der Voluntourismus-Policy, die auf Deutsch und Englisch verfügbar ist.
Studie ECPAT International (2018): Trends in online Missbrauchsdarstellungen von Kindern
ECPAT International befragte 18 Expert_innen von EUROPOL, INTERPOL und Kinderhotlines weltweit zur sexuellen Ausbeutung von Kindern im Internet, um die aktuellen Trends dieses Verbrechens besser zu verstehen. Die Hauptergebnisse des Berichts Trends-in-Online-Child-Sexual-Abuse-Material sind u.a., dass es zu wenig Ressourcen gibt, um die gemeldeten Fälle zu verfolgen, dass vermehrt neugeborene Babys unter den Opfern sind und dass durch die neuen Technologien Täter oftmals, den Ermittlern einen Schritt voraus sind.
BMFSFJ Fachtagung Kindgerechte Justiz – Zugang zum Recht für Kinder
ECPAT nimmt an der Fachtagung Kindgerechte Justiz am 07. September teil, zu der das Bundesfamilienministerium mit dem Deutschen Kinderhilfswerk nach Berlin einlädt.
UBSKM MitSprache Kongress
Am 14. und 15. September organisiert der Betroffenenrat beim Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) einen Kongress von Betroffenen für Betroffene von sexualisierter Gewalt und Unterstützer_innen in Berlin. Neben ECPAT Deutschland werden auch drei ausländische Gruppen aus dem globalen ECPAT Netzwerk vertreten sein.
Willkommen bei Freunden: Transferforum Bildung und Teilhabe für geflüchtete Kinder und Jugendliche
Das Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ lädt am 09. Oktober zu seiner Bilanzveranstaltung „Bildung und Teilhabe für geflüchtete Kinder und Jugendliche“ nach Berlin ein. Dr. Dorothea Czarnecki von ECPAT wird zusammen mit der Stadt Nürnberg und der Fachberatungsstelle für Betroffene des Menschenhandels, JADWIGA, einen Vortrag halten, wie der Aufbau eines Netzwerks zur Begleitung von jungen Betroffenen des Menschenhandels mit Fluchterfahrung am Beispiel der Stadt Nürnberg gelingen konnte.
Fachkonferenz des KOK: Menschenhandel und Ausbeutung in Deutschland – wo stehen wir zwei Jahre nach Umsetzung der EU-Richtlinie?
Am 25. und 26. Oktober findet in Berlin die Fachkonferenz des Bundesweiten Koordinierungskreises gegen Menschenhandel, KOK e.V., statt, bei welcher der Frage nachgegangen wird: Menschenhandel und Ausbeutung in Deutschland – wo stehen wir zwei Jahre nach Umsetzung der EU-Richtlinie? Dr. Dorothea Czarnecki wird zu diesem Thema am zweiten Tag der Konferenz referieren.
Sehen Sie nicht weg -
Melden Sie Hinweise auf sexuelle Ausbeutung von Kindern weltweit!
ECPAT Deutschland e. V.
Mechtild Maurer (V.i.S.d.P.)
Alfred Döblin-Platz 1
D-79100 Freiburg

Tel +49 761 45687148
Fax +49 761 45687149
Website: www.ecpat.de
 
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