Copy
Liebe Leserinnen und Leser,

Die Nachrichten über das Fehlverhalten der Wohltätigkeitsorganisation Oxfam gegenüber Frauen in Haiti hat das Ansehen der ganzen Branche ins Wanken gebracht. Der damalige Länderchef und weitere Mitarbeiter sollen von Oxfam abhängige Frauen zu Sex gezwungen und lokale Prostituierte angestellt haben, darunter auch Minderjährige. Der eigentliche Skandal ergibt sich nicht aus dem Fehlverhalten einzelner, sondern aus der Art und Weise, wie Oxfam damit umgegangen ist. Die Organisation hat schon Jahre zuvor Informationen über sexuelle Übergriffe durch Mitarbeitende erhalten, nicht nur in Haiti, sondern auch im Tschad und Südsudan. Doch selbst nachdem einzelne Mitarbeitende entlassen wurden, hat Oxfam keine weiteren Maßnahmen eingeleitet. So mussten die Täter_innen keine strafrechtlichen Konsequenzen fürchten, und haben z.T. eine neue Anstellung bei anderen Hilfsorganisationen gefunden. Weitere Enthüllungen über sexualisierte Gewalt und Übergriffe folgten u.a. bei UNICEF, Ärzte ohne Grenzen und Save the Children.
Keine Organisation, kein Unternehmen und keine Institution ist vollkommen gefeit gegen Übertritte ihrer Verhaltensstandards. Doch alle können und sollten sich mit dem Thema sexualisierte Gewalt institutionell auseinandersetzen und entsprechende Maßnahmen zur Prävention und Intervention institutionell verankern. Safeguarding Policies tragen erheblich zum Schutz der vulnerablen Zielgruppen, der Mitarbeitenden und der Organisation selbst bei. ECPAT Deutschland hat bereits vor zwei Jahren die Microsite von VENRO Kindesschutz konkret mitentwickelt, die praktische Hinweise für die Erarbeitung einer Kindesschutz-Policy gibt. Die Entwicklung von Kindesschutz-Maßnahmen ist kein ad hoc Projekt, sondern ein wachsender Prozess. Der erste Schritt ist bereits getan, wenn Sie über das Thema nachdenken. Wir unterstützen Sie gerne auf dem weiteren Weg.
Am 25.Mai 2018 wird die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) wirksam und es gelten neue Regeln für den Online Bereich, die auch Kinder betreffen. Lesen Sie dazu das Interview mit Jutta Kroll von der Stiftung Digitale Chancen.

Mechtild Maurer, Geschäftsführung ECPAT Deutschland e.V.

 

Website Launch
Wir freuen uns sehr, Ihnen ab dem 27.04.2018 unsere neu gestaltete Website www.ecpat.de präsentieren zu dürfen. Auf der grafisch überarbeiteten Homepage finden Sie zahlreiche Informationen über unsere Themenschwerpunkte, Projekte, Fortbildungsmöglichketen, Publikationen und aktuelle Veröffentlichungen.
 

Neuer Vorstand von ECPAT International mit zwei Vertreterinnen aus Deutschland
Bei der Wahl des neuen Vorstands (2018-2021) von ECPAT International als globales Netzwerk von 92 Organisationen in 101 Ländern wurde die 1. Vorsitzende von ECPAT Deutschland, Erika Georg-Monney (links), als Vertreterin der westeuropäischen ECPAT Gruppen erneut bestätigt. Unsere Referentin für Kinderschutz und Kinderhandel, Dr. Dorothea Czarnecki (rechts), wurde als stellvertretende Vorsitzende von ECPAT International gewählt. Wir gratulieren beiden Kolleginnen und wünschen ihnen viel Erfolg für die kommenden Aufgaben.
______________________________________________________________________________________

Kindesschutz und die EU-Datenschutz-Grundverordnung - Drei Fragen an Jutta Croll
Zum 25. Mai 2018 wird die EU-Datenschutz-Grundverordnung wirksam. Wenigen ist bekannt, dass dies auch Veränderungen für die Arbeit und Aktivitäten mit Kindern mit sich bringen wird. So wird es zukünftig voraussichtlich sehr problematisch sein, Beratungsdienste für Kinder über Messenger wie Watsapp anzubieten. Auch ein Profiling, das auf einer automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beruht, darf bei Kindern nicht angewandt werden, wenn dies in einer Entscheidung resultiert, die rechtliche Wirkung für das betroffene Kind entfaltet oder es in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt.

Wir haben Jutta Croll, Projektleitung Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt von der Stiftung - Digitale Chancen drei Fragen gestellt:

1. Was wird sich durch die EU – Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) für Kinder ändern?
 
Wichtig ist, dass zum ersten Mal Kindern und Jugendlichen in der Datenschutzgesetzgebung besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Das wird deutlich daran, dass zukünftig die Regelungen und Erläuterungen dazu - wie etwa Datenschutzerklärungen - auch für Kinder verständlich sein müssen und nicht nur für Juristen. Außerdem wird die Nutzung von Daten, die Kinder betreffen, durch die DSGVO eingeschränkt.

2. Werden wir nun besseren Online Kinderschutz durch die neue Verordnung bekommen?
 
Datenschutz ist nicht gleich Jugendschutz und man darf nicht erwarten, dass über die Datenschutz-Grundverordnung nun der Kinderschutz gesichert werden kann. Dazu muss das Jugendschutzgesetz in Deutschland entsprechende Regelungen bereithalten.

3. Was werden die großen Herausforderungen in Bezug auf Kinderschutz werden?
 
In der DSGVO werden die Elternrechte benannt, wenn das Alter der Kinder unter der gesetzlichen Altersgrenze liegt, und das ist in Deutschland bei 16 Jahren.
Nicht genannt sind die Kinderrechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben sind. Ob hier eine Balance und der Vorrang des Kindeswohls gegeben sind, werden wir zukünftig genau in den Blick nehmen müssen.
_____________________

Das Deutsche Kinderhilfswerk und die Stiftung Digitale Chancen haben eine Umfrage an Kinder und Jugendliche zum Thema Datenschutz gestartet,  um mehr über die Haltung von Kindern zu Privatsphäre und Datenschutz zu erfahren.
Alle die in Ihrem beruflichen oder privaten Kontext mit Kindern und/oder Jugendlichen zu tun haben, sind dazu eingeladen, diese Umfrage an Kinder und Jugendliche weiter zu geben. Die Umfrage läuft noch bis einschließlich 07. Mai 2018. Die Ergebnisse werden in einem Fachartikel in der Zeitschrift Medien und Erziehung publiziert werden.
ECPAT auf der Internationalen Tourismusbörse ITB 2018
Auch in diesem Jahr konnte ECPAT auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin mit einem Gemeinschaftsstand mit Tourism Watch und The Code Informationen zu Kindesschutz bereitstellen und Gespräche mit zahlreichen Expert_innen und Interessierten führen. Hier finden Sie unseren Bericht mit den Highlights der ITB 2018.

Vernetzungstreffen zum neuen Bundeskooperationskonzept gegen Kinderhandel
Am 13. und 14. März 2018 luden das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) und ECPAT nach Berlin zu einem Bund-Länder-NGO-Vernetzungstreffen ein, um das Bundeskooperationskonzept „Schutz und Hilfen bei Handel mit und Ausbeutung von Kindern“ mit Vertreter_innen u.a. von Länderministerien, Landeskriminalämtern, Beratungsstellen und der Justiz zu besprechen und erste Überlegungen für seine Umsetzung in den Bundesländern anzustellen.
Das Bundeskooperationskonzept versteht sich als bundesweite Empfehlung zur Entwicklung eines neuen bzw. der Erweiterung eines bestehenden Kooperationsmechanismus der Länder. Es erfordert die Anpassung an die jeweiligen Vorgaben und Strukturen im Bundesland. Durch die Ratifizierung des Übereinkommens des Europarats zur Bekämpfung des Menschenhandels hat sich die Bundesregierung verpflichtet, gezielte Koordinierungs- und Kooperationsmaßnahmen gegen Handel mit Kindern auf den Weg zu bringen. Gemeinsam mit Fachkräften aus der Praxis haben das BMFSFJ und ECPAT einen Vorschlag erarbeitet, wie eine koordinierte, vertrauensvolle und am Kind orientierte Zusammenarbeit von Jugendamt, Polizei, Fachberatungsstellen und weiteren Akteuren zur Identifizierung und zum Schutz von Opfern des Kinderhandels gelingen könnte. Das Konzept wird vorraussichtlich Ende Mai veröffentlicht.
 


Fachtag sexualisierte Gewalt in rituellen und organisierten Gewaltstrukturen
Auf dem Fachtag zu "Sexualisierte Gewalt in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen" am 12. und 13. April 2018, der durch die Kinderschutz-Zentren und ECPAT organisiert wurde und beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Berlin stattfand, tauschten sich Fachleute verschiedener Professionen aus und stellten Empfehlungen zu Prävention, Intervention und Hilfe für Betroffene vor. Organisierte rituelle Gewalt als eine Form der sexuellen Ausbeutung und Gewalt erfuhr bisher keine Aufmerksamkeit in Deutschland. Für Menschen mit diesen Gewalterfahrungen ist es äußerst schwer Gehör zu finden oder angemessene Unterstützung zu erhalten. Mit diesem Fachtag und den Empfehlungen wurde ein wichtiger Schritt getan.
 

Netzwerkworkshop zum Thema Handel mit und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen
„Haben Sie Erfahrungen mit Kinderhandel?“ „Vermutlich ja aber nicht gesehen!“ mit diesem Zitat kann die Zielsetzung und Intention der Veranstaltung in Plauen am 17./18.4.2018 gut beschrieben werden. 30 Fachpersonen aus Behörden, Beratungsstellen, Polizei, Justiz und Jugendhilfeeinrichtungen trafen sich in Plauen um sich über die regionalen Gegebenheiten des Handels mit und der Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen fachlich auszutauschen, über den Umgang mit der Thematik zu diskutieren und sich im Sinne des Schutzes der Kinder und Jugendlichen zu vernetzen. Eingeladen zum Workshop hatte ECPAT Deutschland e.V. in Kooperation mit der lokalen Fachberatungsstelle KARO e.V. und der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Chemnitz und Umgebung e.V.
Hierzu haben ECPAT und KARO folgende Pressemitteilung veröffentlicht.
 

EMEA Child Safety Summit
Am 18./19. April 2018 hatten Google und Facebook zum dritten jährlichen EMEA Child Safety Summit nach Dublin eingeladen. Über 240 Vertreter_innen von NGOs, Regierungsvertreter_innen und Unternehmen aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika nahmen daran teil. Auf dem Programm standen dieses Jahr der Datenschutz bzw. die Wirkung der EU Datenschutzgrundverordnung (EU’s General Data Protection Regulation - GDPR), Rechte der Eltern und Rechte der Kinder in der digitalen Welt. Facebook, die in der letzten Zeit sehr unter Druck geraten sind wegen ihres Umgang mit den Daten von Nutzer_innen, stellten ein geändertes Verfahren vor. Damit sollen nun Nutzer_innen Wahlfreiheit erhalten, wie Facebook deren Daten nutzen kann. Diese Ankündigung entspricht nur den Vorgaben der GDPR, die am 25. Mai 2018 wirksam werden und die die Werbung und Inhalte für die 13 – 15-Jährigen beschränkt, sofern keine Erlaubnis der Eltern vorliegt. Doch damit werden leider die Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention durch Facebook nicht umgesetzt.
 

100 Jahre Dortmunder Mitternachtsmission
Die Fachberatungsstelle für Prostituierte und für Betroffene des Menschenhandels, die Dortmunder Mitternachtsmission feierte am 19. April ihr 100jähriges Bestehen. Über 350 Personen nahmen am Gottesdienst und der anschließenden Jubiläumsfeier teil. Viele Repräsentant_innen aus dem regionalen, bundesweiten und internationalen Kontext äußerten ihre Wertschätzung für die stetig gute und wichtige Arbeit der Mitarbeitenden der Mitternachtsmission. Auch ECPAT war beim Jubiläum dabei und bedankt sich bei Andrea Hitze, Leiterin der Dortmunder Mitternachtsmission, für ihre Unterstützung und wertvollen Ideen als Vorstandsfrau von ECPAT.
 

Voluntourismus und Kindesschutz – Studie und Podiumsdiskussion auf der ITB
ECPAT Deutschland, Brot für die Welt/Tourism Watch und der Arbeitskreis Tourismus und Entwicklung haben die Studie „Vom Freiwilligendienst zum Voluntourismus“ neu aufgelegt, in der sie 50 Angebote von Freiwilligendiensten im deutschsprachigen Raum in Bezug auf Kindesschutz und Nachhaltigkeit untersucht haben. Viele zeigen in den letzten Jahren kaum Verbesserungen, wie ein Vergleich mit den Rechercheergebnissen 2015 verdeutlicht.
Auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) wurde die Studie während einer Podiumsdiskussion zum Thema „Voluntourism – How to better protect children in destination countries“ vorgestellt. Daneben diskutierten internationale Fachkräfte aus Kindesschutz und Tourismus unterschiedliche Ansätze für mehr Kindesschutz im Tourismus im Rahmen von Voluntourismus-Angeboten, Projektbesuchen und Freiwilligenarbeit in Kinderheimen und Schulen. Eine Videoaufzeichnung der Diskussion (englisch) ist hier verfügbar.
Zwei neue Studien zu sexueller Ausbeutung von Kindern in Südost-Asien und Süd-Asien
Zwei aktuelle Untersuchungen von ECPAT International (2018) zeigen die Ausprägungsformen der sexuellen Ausbeutung von Kindern in der Region Süd-/Südost-Asien auf.
Die Studie „Regional Overview: Combating the sexual exploitation of children in South Asia. Evolving trends, existing responses and future priorities” bezieht sich auf die acht Länder Afghanistan, Bangladesch, Bhutan, Indien, Malediven, Nepal, Pakistan und Sri Lanka und nimmt insbesondere die online sexuelle Ausbeutung von Kindern, die sexuelle Ausbeutung in Reisen und Tourismus sowie die Ausbeutung von Kindern durch Zwangs- und Frühheirat in den Blick.
Die Studie ”Regional Overview: Sexual Exploitation of Children in Southeast Asia” untersucht die Situation hinsichtlich der Thematik in Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam.

Kinder- und jugendfreundliche Version der Global Study: "An Bord"
Die kinder- und jugendfreundliche Broschüre "An Bord!" der Global Study zur sexuellen Ausbeutung von Kindern auf Reisen und im Tourismus (2016) ist nun in deutscher Sprache verfügbar. Sie fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Global Study zusammen und erläutert Fachbegriffe in einfacher Sprache.

Broschüre des BMFSFJ zur Istanbul-Konvention
Am 01.02.2018 trat das „Gesetz zum Übereinkommen des Europarats vom 11. Mai 2011 zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“, die sog. Istanbul-Konvention, in Deutschland in Kraft. Mit Inkrafttreten des Übereinkommens verpflichtet sich Deutschland auf allen staatlichen Ebenen, alles dafür zu tun, um Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen, Betroffenen Schutz und Unterstützung zu bieten und Gewalt zu verhindern. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bietet auf seiner Homepage eine Broschüre zum kostenlosen Download an. Dort finden Sie auf Seite 54 einen Verweis auf das gemeinsam von ECPAT und dem BMFSFJ erarbeiteten Bundeskooperationskonzept „Schutz und Hilfen bei Handel mit und Ausbeutung von Kindern“.

Studie von ECPAT International und Interpol zu Missbrauchsdarstellungen von Kindern online
Durch die wegweisende Zusammenarbeit zwischen ECPAT International und INTERPOL konnte die Studie „Towards a Global Indicator on Unidentified Victims in Child Sexual Exploitation Material“ im Februar 2018 veröffentlicht werden. Zwischen 2016 und 2018 führte ECPAT eine Analyse von 800 Video- und Bilderserien aus der International Child Sexual Exploitation (ICSE) Datenbank von INTERPOL durch, in der mehr als eine Million Mediendateien sexualisierter Gewaltdarstellungen liegen. Doch nur bei 47 Prozent der Dateien in der Datenbank konnten die betroffenen Kinder von Strafverfolgungsbehörden identifiziert werden. Die Ergebnisse zeigen: Je jünger das abgebildete Kind, desto wahrscheinlicher waren schwerwiegende Formen der sexualisierten Gewalt. Auch bei Jungen als Opfer der Gewalt ist diese Tendenz erkennbar. Ein Drittel der nicht identifizierten Kinder in der Datenbank sind Jungen, zwei Drittel sind Mädchen.

Bericht der Bundesregierung und von ECPAT/KOK auf die GRETA Empfehlungen
Der KOK - Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V. - hat zusammen mit ECPAT und dem internationalen Sozialdienst (ISD e.V.)  einen Bericht über die Umsetzung der Europakonvention gegen Menschenhandel durch Deutschland verfasst, und an die Expert_innengruppe zur Bekämpfung des Menschenhandels des Europarates (GRETA) versandt. Dies ergänzt die Antwort der Bundesregierung vom Februar 2018 auf GRETAs Fragebogen zur Evaluierung der Umsetzung des Europarat-Übereinkommens durch die Mitgliedstaaten. Anfang Juni 2018 stattet GRETA Deutschland einen Länderbesuch im Rahmen der 2. Evaluierungsrunde ab.
Radiointerview mit Mechtild Maurer
ECPATs Geschäftsführerin Mechtild Maurer gab am 27. März im Rahmen der WDR-Reihe "Diesseits von Eden" ein Interview zum Thema Prävention von sexueller Ausbeutung von Kindern in Hilfsorganisationen. Das Interview beginnt bei Minute 1:25 und endet bei 9:00.
Handreichung für Kinderrechte in Deutschland unter der Lupe in 2019
Die Monitoringstelle zur UN-Kinderrechtskonvention hat eine Handreichung für NGOs veröffentlicht, mit der es leichter wird sich am Berichtsverfahren zur Umsetzung der Kinderrechtskonvention  zu beteiligen, das in Deutschland wieder 2019 ansteht. Die Staaten, die die Konvention ratifiziert haben, sind verpflichtet, der UN-Kinderrechtskommission periodisch einen sogenannten Staatenbericht vorzulegen. Das Berichtsverfahren umfasst auch Parallelberichte der Zivilgesellschaft als wichtiges Umsetzungsinstrument. Die Publikation erläutert das Berichtsverfahren, veranschaulicht den Berichtszyklus und stellt vertiefende Dokumente und Informationen vor.
Vernetzungstreffen Täterarbeit in Hannover
Noch bis zum 02. Mai 2018 ist die Anmeldung für den 2. Ver­netzungstag Täterarbeit „Gemeinsam lernen“ möglich, der am 08. Juni 2018 von 10:00 - 17:00 Uhr in Hannover stattfinden wird. Das erste Vernetzungstreffen war gut besucht und hat dazu beigetragen, die Personen und Organisationen, die mit potenziellen und realen Verursachern sexueller Gewalt arbeiten, zu vernetzen - zum Wohle der Klientinnen und Klienten - sowie im Sinne der Prävention sexualisierter Gewalt.
Die Fachtagung wird gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V. (DGfPI), der Bundesarbeitsgemeinschaft „Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit sexualisiert grenzverletzendem Verhalten“ (BAG KJSGV), der BAG Forensische Ambulanzen des Strafvollzugs, dem Projekt „Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch durch Jugendliche“ (PPJ) der Berliner Charité sowie dem Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ durchgeführt.
Abschlusskonferenz des EU-Projektes: Stärkung des Justizbereichs beim Opferschutz im Menschenhandel  
Am 08. Mai 2018 wird ECPAT die Ergebnisse des EU-Projektes “Strengthening lawyers legal knowledge and cooperation with prosecutors and judges to protect victims of human trafficking rights in judicial proceedings” auf der Abschlusskonferenz in Bukarest vorstellen.  Das dreijährige Projekt (2016-2018) war eine Zusammenarbeit zwischen ECPAT und dem KOK e.V. als deutsche Projektpartner und der rumänischen NGO Asociatia Pro Refugiu. Ein Ergebnis ist das Handbuch für Anwält_innen, Stravferfolgungsbehörden und Richter_innen, das die strafrechtlichen Rahmenbedingungen zu Menschenhandel und Ausbeutung erklärt und die Rechte der Betroffenen im Strafverfahren in Rumänien, Bulgarien, Deutschland und Schweden darstellt.

Ostseerat-Konferenz in Oslo
ECPAT wird bei der Konferenz des Ostseerates (Council of the Baltic Sea States) zum Thema “Cooperation in the best interests of the child: Good practices in identifying children at risk of exploitation and trafficking” am 29./30. Mai 2018 in Oslo teilnehmen. Die Konferenz baut auf den vorherigen Ergebnissen des Projektes “Protect Children on the Move” (2013-2018) auf, das Richtlinien veröffentlicht und ein Wikipedia Portal entwickelt hat.

ECPAT Weltversammlung in Bogotá, Kolumbien
Alle vier Jahre kommt das gesamte ECPAT-Netzwerk, aktuell bestehend aus 92 Gruppen in 101 Ländern, zusammen, um seine strategische Ausrichtung beim gemeinsamen Vorgehen gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern weltweit abzustimmen. Dieses Jahr findet die ECPAT Weltversammlung am 05. und 06. Juni 2018 in Bogotá/Kolumbien statt. ECPAT Deutschland wird durch Mechtild Maurer und Dorothea Czarnecki aus der Geschäftsstelle sowie durch Erika Georg-Monney und Antje Monshausen aus dem Vorstand vertreten sein.

Tourismus-Gipfel in Bogotá, Kolumbien
Im Anschluss an die ECPAT-Weltversammlung findet am 06. und 07. Juni 2018 der Internationale Tourismus-Gipfel zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung auf Reisen und im Tourismus in Bogotá/Kolumbien statt. Vertreter_innen von Regierungen, der Vereinten Nationen, Hotels, Reiseagenturen, Online Buchungsagenturen, der Zivilgesellschaft und Strafverfolgung werden gemeinsam unterschiedliche Aspekte der Prävention und Bekämpfung dieser Verbrechen diskutieren. Schwerpunkte werden u.a. der Kinderschutz bei Geschäftsreisen und in Freiwilligendiensten sein. ECPAT Deutschland trägt die Verantwortung für die roundtable discussion “The human rights and child rights impact assessment in travel and tourism”.

Innoncence in Danger Fachtag zu Missbrauch von Kindern im Internet
Am 04. und 05. Juni 2018 lädt Innocence in Danger e.V. zum Fachtag „Das Netz, die Pubertät und der Missbrauch - Wenn Bilder digital die Runde machen“ nach Berlin ein. Es werden Forschungsergebnisse vorgestellt und diskutiert, um zu sehen, wie die Versorgung von Mädchen und Jungen aussieht, deren Missbrauchsabbildungen bzw. Sexting-Abbildungen digital verbreitet werden. Fachkräfte aus Jugendhilfe, Schule und Politik sind herzlich zur Teilnahme eingeladen, um gemeinsam über die Rolle der Zivilgesellschaft für den Kinderschutz 2.0 nachzudenken. Anmeldeschluss ist der 01. Mai 2018.

Vernetzungstreffen der evangelischen Fachberatungsstellen gegen Menschenhandel
Am 04.-05. Juni findet das Vernetzungstreffen "Flucht-Asyl-Menschenhandel" der evangelischen Fachberatungsstellen gegen Menschenhandel in Soest statt. Die Tagung ermöglicht einen fachlichen Austausch in dem sich ständig wandelnden Arbeitsfeld der Beratung von Opfern von Menschenhandel. Weitere Informationen, sowie das Programm und die Anmeldung finden Sie hier.

Fachtagung "Traumasensible Jugendhilfe"
Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie Ulm lädt am 19. Juli 2018 ihre Kooperationspartner zu einer Fachtagung ins Stadthaus Ulm ein.
Sehen Sie nicht weg -
Melden Sie Hinweise auf sexuelle Ausbeutung von Kindern weltweit!
ECPAT Deutschland e. V.
Mechtild Maurer (V.i.S.d.P.)
Alfred Döblin-Platz 1
D-79100 Freiburg

Tel +49 761 45687148
Fax +49 761 45687149
Website: www.ecpat.de
 
Newsletter abbestellen






This email was sent to <<Email Address>>
why did I get this?    unsubscribe from this list    update subscription preferences
ECPAT Deutschland e.V. · Alfred-Doeblin-Platz 1 · Freiburg 79100 · Germany

Email Marketing Powered by Mailchimp