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NEWSFLASH VOM 1. MÄRZ 2019

Philippe Boeglin gewinnt den Prix Transparence 2018


Goldgeschenke, Alpenbitter-Orgien, teure Heliflüge für Offiziers-Gattinnen: Medienschaffende enthüllten letztes Jahr mithilfe des Öffentlichkeitsgesetzes Spesenexzesse der Schweizer Armee. Philippe Boeglin wird dafür mit dem Prix Transparence 2018 ausgezeichnet.

Der von Medienschaffenden der Deutsch- und Westschweiz getragene Verein Öffentlichkeitsgesetz.ch hat den Prix Transparence dieses Jahr zum ersten Mal verliehen. Damit ausgezeichnet werden Journalistinnen und Journalisten, die ein Öffentlichkeitsgesetz zielführend und wirkungsvoll anwenden. Ein Pokal aus Berner Amtshaus-Sandstein und Glas wurde Boeglin vor dem Bundeshaus Ost, dem Sitz des Verteidigungsdepartements, übergeben.

Das Öffentlichkeitsgesetz wirkungsvoll angewendet: Preisträger Boeglin
vor dem Verteidigungsdepartement in Bern.
Den von Boeglin publizierten Untersuchungsbericht wollte die Armee geheim halten. Darin wird ein ungehemmter Umgang hoher Militärs mit Staatsgeldern dokumentiert: Mehrmals jährlich hätten sich diese zu gediegenen Seminaren getroffen, mit «anständigen» Mehrgängern und «limitless Alkohol». Nach einer Schlichtung beim Öffentlichkeitsbeauftragten des Bundes konnte La Liberté das Ausmass der Spesenexzesse deutlich machen. 

Juriert wurden zehn nominierte Beiträge von einem Fachgremium, bestehend aus Chefredaktorinnen, Chefredaktoren und Publizisten der Deutsch- und Westschweiz: Lis Borner (Radio SRF), Pascal Hollenstein (CH Media), Ariane Dayer (Tamedia Westschweiz), René Schuhmacher (Konsumenteninfo), Gabriel de Weck (BNJ FM), Sandra Jean (Le Nouvelliste) Katia Katia Murmann (Blick.ch) und Martina Fehr (Südostschweiz).

Quecksilber und PCB auf Platz zwei und drei
Mit dem zweiten Platz prämiert wurde eine Medienvereinigung, bestehend aus Walliser Bote, Le Nouvelliste, dem Westschweizer Fernsehen RTS und Le Temps. Die Medienschaffenden David Biner, Julien Robyr, Marie Giovanola und Xavier Lambiel hatten vor einem Jahr von den Walliser Behörden einen Untersuchungsbericht zur Historie der Quecksilberverschmutzung durch das Chemiewerk Lonza herausverlangt. 

Die Bündner Journalistin Stefanie Hablützel wurde mit dem 3. Platz ausgezeichnet. Sie hat für die Zeitschrift Der Beobachter zu einer Umweltpanne bei der Sanierung der im Kanton Graubünden gelegenen Staumauer Punt dal Gall recherchiert. Unterlagen, welche sie gestützt auf das kantonale Öffentlichkeitsgesetz herausverlangt hatte, lassen auf ungenügende Kontrollen schliessen. 

Insgesamt hat Öffentlichkeitsgesetz.ch 46 Beiträge aus Presse, Rundfunk und TV evaluiert, welche 2018 mithilfe eines Öffentlichkeitsgesetzes realisiert worden sind. Zehn davon wurden für den Prix Transparence 2018 nominiert.
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