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Snowboardcrosser gewinnen Silber und Bronze und sichern der Schweiz zwei Diplome
An der Universiade in Almaty (Kas) haben Miriam Wuffli mit Rang 2 und Sandro Perrenoud mit Rang 3 für die ersten beiden Schweizer Medaillen gesorgt. Das starke Teamergebnis ergänzten Iva Walz (6.) und Mario Suter (8.) mit dem Gewinn eines Diploms.

Für Miriam Wuffli war dieser grosse Erfolg unerwartet. Die ehemalige A-Kader-Athletin, die an der Junioren-WM 2011 Vierte wurde und im selben Jahr die Europacup-Gesamtwertung auf Rang 2  beendete, konnte aufgrund einer langwierigen Verletzung sechs Jahre keine Wettkämpfe bestreiten. Die Architekturstudentin stand diese Saison erstmals wieder schmerzfrei auf dem Snowboard. «Ich wusste nicht, was ich erwarten kann. Ich wollte einfach das Optimum herausholen. Das es so weit nach vorne gereicht hat, ist wunderschön», so die 25-Jährige. Im Finish attackierte Miriam Wuffli gar noch die Führende Französin Sarah Devouassoux. Nach diesem Erfolg will die ETH-Studentin ihre Karriere aber nicht neu lancieren: «Für mich ist es vielmehr ein wunderschöner, versöhnlicher Abschluss meiner Aktivkarriere.» Die Emotionen dieses Medaillengewinns in der einmaligen Universiade-Atmosphäre, die sie als Mini-Olympia bezeichnet, will die Zürcherin einerseits für ihre persönliche Zukunft mitnehmen, andererseits auch für ihre künftige Tätigkeit als Trainerin. Im Ostschweizer Kader BASE betreut sie bereits heute im Mandat Nachwuchsathleten und absolviert die Trainer-Ausbildung.
 
Medaille weckt Erinnerungen
Nicht unähnlich ist die Situation beim zweiten Medaillengewinner Sandro Perrenoud. Aufgrund eines Bandscheibenvorfalls musste der frühere B-Kader-Fahrer Verletztenstatus anmelden und bereits im Alter von 18 Jahren seinen Rücktritt vom Spitzensport geben. Als sich dem Physiotherapie-Studenten die Möglichkeit eines Universiade-Starts bot, nutzte der 20-Jährige die Chance. Und wie. In der Qualifikation überzeugt der Steinhöfer mit Rang 2 und musste in den Finalrennen nur im Halbfinal einen heiklen Moment überstehen als er mit zwei Gegnern gemeinsam über die Ziellinie raste. Doch die Hundertstel waren auf der Seite des Schweizers und im darauf folgenden Final liess er sich die Medaille nicht nehmen und fuhr souverän auf Rang 3. Diesen Rang sicherte er sich bereits am European Youth Olympic Festival in Brasov 2013: «Die Flower und Medaillenzeremonie haben mich sehr an die Erlebnisse von Brasov erinnert. Dieses Multisport-Event-Ambiente ist einmalig.» Macht es auch Lust auf mehr? «Ja, es ist gut möglich, dass ich wieder mal am Start sein werde», so der ehemalige Gymnasiast des Sportgymnasiums Davos.


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Zwei Schweizer im Viertelfinal
Der Langlauf Sprint Wettkampf ist an Universiaden tendenziell ein eher hartes Pflaster für die Schweiz. An den letzten beiden Studentenspielen war nach der Qualifikation jeweils Endstation. Umso optimistischer war man dieses Jahr, versprachen doch die Startnummern 13 und 14 von Reto und Simon Hammer eine sichere Qualifikation für die Finalrunde. Mit dem 26. und 28. Platz von Simon respektive Reto wurde es dann doch nochmals spannend, aber der Einzug in die Finalrunde war geschafft. Philippe Nicollier fühlte sich nicht so spritzig und verpasste die Endrunde um wenige Sekunden. Im Viertelfinal war dann auch für die Simmentaler Teamkollegen Schluss. Simon Hammer liegt der Skating Sprint besser, so musste er bald abreissen lassen. Sein älterer Bruder Reto kämpfte tapfer bis zum Schluss. Der Einsatz wurde aber leider nicht belohnt, auch er wurde Letzter seines Laufs.
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Update der Eissportarten
In der heutigen Kür verbesserte sich die Eiskunstläuferin Jérômie Repond um zwei Plätze vom 18. auf den 16. Rang. Die Schweizer Curlerinnen um Skip Elena Stern verloren eine enge Partie gegen Kanada mit 5:6. Nach sechs Runden liegen die Schweizerinnen hinter Grossbritannien auf Rang 2 punktgleich mit Kanada, Südkorea und Russland.
Programm vom 2. Februar
Curling. Frauen. 04.00 Uhr: Deutschland - Schweiz. 14.00 Uhr: Schweiz - Kasachstan.

Ski Alpin. Frauen. Riesenslalom. 05.00 Uhr: Nina Bertsch, Katrin Mathis. Juliette Bernard

TV-Hinweis: Eurosport überträgt die Wettkämpfe. Hier geht's zum Programm.
Resultate vom 2. Februar
Curling. Frauen. Round Robin. 6. Runde: Kanada – Schweiz (Elena Stern, Briar Hürlimann, Céline Koller, Anna Stern)   6:5. – Rangliste (je 6 Spiele): 1. Grossbritannien. 2. Kanada. Südkorea. Russland. Schweiz. 6. China. Schweden. 8. Deutschland. 9. Norwegen. 10. Kasachstan.
Snowboardcross. Männer. Final. 1. Leo Le Ble (F). 3. Sandro Perrenoud (Sz). 8. Mario Suter (Sz). 11. Dominic Beer (Sz). 13. Philipp Tandler (Sz). – 34 Teilnehmer am Start, 34 klassiert.
Frauen. Final. 1. Sarah Devouassoux (F). 2. Miriam Wuffli (Sz). 6. Iva Walz (Sz). – 10 Teilnehmerinnen am Start, 9 klassiert.
Eiskunstlauf. Frauen. Kür. 1. Elena Radionova (Rus) 196.61. 16. Jéromie Repond (Sz) 117.51. – 24 Teilnehmerinnen in der Kür am Start, 23 klassiert.
Langlauf. Sprint Klassisch. Männer. 1. Ivan Uft (Kas). 28. Simon Hammer (Sz). 30. Reto Hammer (Sz). 36. Philippe Nicollier (Sz).

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Mein Bild des Tages
Die Helfer im Hintergrund: Ihre Arbeit findet meist an Orten statt, welche für die Foto- und Fernsehkameras unzugänglich sind, und ist deshalb für die Öffentlichkeit unsichtbar. Nicht so am heutigen Tag: Hier behandelt die Physiotherapeutin Michaela Geiger die spätere Silbermedaillengewinnerin Miriam Wuffli unmittelbar vor dem Start der Finalläufe - aus Mangel an Behandlungsplätzen direkt in der Wartezone am Start. Noch ahnen beide nicht, wie erfolgreich der Tag enden würde.
Stefan Fröhlich, Delegationsarzt Team Schweiz
Redaktionsleitung: Regula Schweizer Bilder: mariaschmid.ch Design: feinform.ch
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